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Erstes Schweizer Hochhaus mit HI-FOG-Vollschutz

Zum ersten Mal wird in einem mehrstöckigen Gebäude in der Schweiz eine Hochdruckwassernebel Anlage eingesetzt: Das HI-FOG-System von Contrafeu. Im 70 Meter hohen Bürohochhaus von Roche Diagnostics in Rotkreuz ist die Effektivität der Anlage hinsichtlich Brandbekämpfung trotz deutlich geringerem Wassereinsatz grösser als bei herkömmlichen Sprinklersystemen. Dies führt im Ernstfall zu viel geringeren Wasserschäden als bisher.

Roche Diagnostics ist einer der weltweit führenden Anbieter von diagnostischen Systemlösungen für Kliniken, Labors und Arztpraxen. Die Firma gehört zur Roche Gruppe mit Sitz in Basel. Roche Diagnostics ist in Rotkreuz im Kanton Zug beheimatet und beschäftigt 1200 Mitarbeitende.

Transparenter Neubau

Am Hauptstandort fasst Roche Diagnostics ihre Verwaltungseinheiten in einem neuen Hochhaus zusammen. Das rund 68 Meter hohe Gebäude orientiert sich in seiner Konzeption an dem klassischen Hochhaus, bestehend aus einem Mittelkern für Aufzüge und Versorgung, einer stützenfreien Nutzfläche, tragenden, diagonalen Fassadenstützen und einer Gebäudehülle aus geschosshoher Verglasung. Im Erdgeschoss befindet sich die sechs Meter hohe Lobby, darüber die Bürogeschosse 1 bis 13 für 625 Arbeitsplätze und zuoberst das doppelstöckige Konferenzgeschoss mit Besprechungsräumen und Auditorium für 100 Personen.

Bester Brandschutz

Die gesetzliche Sicherheitsbestimmung für Hochhäuser veranlasste den Bauherrn, eine neuartige Brandschutzanlage zu installieren. Der Entscheid fiel auf das HI-FOG-System von Contrafeu. Entscheidend waren dabei der geringe Platzbedarf, die optimalen Investitionskosten, der geringe Wasserschaden im Brandfall sowie die Flexibilität in Bezug auf mögliche zukünftige Erweiterungen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Sprinkleranlagen kommt die elektrisch angetriebe HI-FOG-Pumpenanlage ohne zusätzliche Drucküberlagerungspumpe aus. Die Löschdüsen sind durch spezielle Adapter jederzeit austauschbar, ohne dass die Anlage abgestellt werden muss. Die insgesamt 4,25 km langen Edelstahlrohrleitungen werden von nur zwei 4000-Liter-Wassertanks im Keller gespiesen und beliefern die knapp tausend Löschdüsen mit dem nötigen Nass. Die Vollschutz-Anlage wurde dank einer Gleichwertigkeitsstudie für Objektzulassung von der Gebäudeversicherung Zug anerkannt.

Technische Daten

  • 835 Löschdüsen
  • 221 Blinddüsen für variable Raumaufteilung
  • 4230m Rohrleitungen Edelstahl V4A = 5500 kg
  • 1100 Fittinge Edelstahl = 3300 kg
  • 2100 Montagestunden
  • 800 Projektleiterstunden

Zentrale

  • 6 Elektromotoren à 27 KW mit je 2 Pumpenmodulen mit Frequenzumrichter
  • 1 Elektromotor à 27 KW mit je 2 Pumpenmodulen als Redundanz
  • 584 l bei 140 bar Wasserfördermenge
  • 25 bar Standbydruck bis Sprinklerköpfe
  • 2,4 t Gewicht
  • 8000 l Wasserbevorratung (2 Tanks à 4000 l), mit Einspeisung ins Netz

Kundennutzen/Vorteile

  • Geringer Platzbedarf (zentral, Verrohrung)
  • Keine Druckerhöhungspumpe wie bei Sprinkleranlagen
  • Rostfreie Verrohrung in V4A-Qualität = Langlebigkeit/keine Korrosion
  • Erweiterungen ohne Anpassungen der Zentrale möglich
  • Optimale Investitionskosten
  • Geringer Wasserschaden
  • Umweltfreundlich

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HI-FOG Bürohochhaus Roche, Rotkreuz

Referenzbericht

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