« Datacenter green.ch, Lupfig »
Umweltfreundlicher Stickstoff schützt sensible Daten

Vor gut zwanzig Jahren wurde für die Gaslöschung mehrheitlich Halon 1301 eingesetzt. 1989 erkannte man die ungünstigen Umwelteinflüsse dieses Gases. In einem völkerrechtlich verbindlichen Vertrag, dem Montrealer Protokoll über Stoffe, die zu einem Abbau der Ozonschicht führen, wurde Halon als Löschmittel verboten. Seither sind verschiedene alternative und saubere Lösungen entwickelt worden. Contrafeu hat sich unter anderem für Stickstoff entschieden. Durch dieses Löschgas wird beispielsweise das neue Rechenzentrum von green.ch in Lupfig vor Brand geschützt.
Mit Stickstoff setzt Contrafeu auf eine umweltfreundliche und äusserst effektive Variante der Gaslöschung. Die Luft um uns herum besteht zu 78 Prozent aus Stickstoff. Dieser wird durch Luftzerlegung von den restlichen Bestandteilen der Luft getrennt und in Flaschen abgefüllt. Als Brandbekämpfungsmittel eingesetzt verdrängt Stickstoff den für ein Feuer lebenswichtigen Sauerstoff. Das Gas dringt bei einer aktivierten Löschung innert 1–2 Minuten in den definierten Raum, nimmt dem Feuer die Grundlage und lässt gleichzeitig einen Überdruck entstehen. Dieser kann durch kontrollierte Druckentlastung via Klappen abgebaut werden und entweicht ins Freie. Dies hat keinerlei negativen Einfluss auf die Umwelt. Für Personen, die sich im Löschbereich aufhalten, stellt das Gas auch keine Gefahr dar – vielmehr ist der menschliche Körper hervorragend an die Stickstoff-Umgebung adaptiert.
Höchste Sicherheit
Der Einsatz von Stickstoff als Löschmittel ist überall dort geeignet, wo es um den Schutz von hochempfindlichen Anlagen und Systemen geht oder wo wertvolle Lagergüter gesichert werden sollen. Im neu erbauten Datacenter der Firma green.ch im aargauischen Lupfig hat die dauernde und uneingeschränkte Anlagenverfügbarkeit absolute Priorität.
Um die sensiblen Daten der zahlreichen auf höchste Sicherheit Wert legenden Kunden vor der Zerstörung durch einen Brand zu schützen, hat Contrafeu eine bemerkenswerte Löschanlage installiert: Hunderte von Stickstoffflaschen fluten den betroffenen Bereich im Ernstfall mit dem Sauerstoff verdrängenden Gas und löschen somit jedes Feuer im Keim. Contrafeu war auch zuständig für den Einbau der Druckentlastungsklappen. Bei einer Aktivierung des Löschsystems wird der entstandene Überdruck zum richtigen Zeitpunkt abgebaut, indem sich die in der Mauer eingebauten Klappen öffnen und so das Gas ins Freie weichen kann. Hauptziel der Gaslöschanlagen ist nicht der Gebäudeschutz, sondern der Schutz der hochempfindlichen Technik und die völlige Anlagenverfügbarkeit. Um einen Brand möglichst frühzeitig zu entdecken, empfiehlt Contrafeu den Einsatz von hochempfindlichen Rauchansaugsystemen. Punktmelder bestätigen danach den Brand und lösen den Löschvorgang aus. Der Schaden ist mit einem solchen System äusserst gering und der Betrieb kann nach der Löschung unverzüglich wieder aufgenommen werden.Zugleich gewährleistet das System die Löschansteuerung der effektiven Contrafeu-Löschanlage, die mit Stickstoff aus über hundert Flaschen jedes Feuer im Keime erstickt. Vervollständigt wird das massive Sicherheitsangebot mit gezielten Sicherheitsdienstleistungen von der Securitas. Tagsüber sorgen Sicherheitsspezialisten in der eigens dafür eingerichteten Zentrale vor Ort für die Zutrittskontrolle, die Bewirtschaftung des Badge-Systems sowie Kontrollrundgänge auf dem Areal. In der Nacht und an Wochenenden stehen Interventionsspezialisten im Einsatz, die sofort auf Unregelmässigkeiten reagieren und schnell vor Ort nach dem Rechten schauen.
