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HI-FOG schützt Detektor im CERN

Für die einen ist es das grösste Experiment aller Zeiten, für die anderen der grösste Kühlschrank der Welt: der Large Hadron Collider (LHC) im Forschungszentrum CERN ist der grösste jemals gebaute Teilchenbeschleuniger und soll Antworten auf grundlegende Fragen nach Ursprung und Aufbau der Welt geben. In einem der riesen Detektoren schützt das HI-FOG-System von Contrafeu einen besonders sensiblen Bereich vor Brand.
In dem knapp 27 Kilometer langen kreisförmigen Tunnel im schweizerisch-französischen Grenzgebiet bei Genf werden die kleinsten Bauteile der Materie, die Elementarteilchen, nahezu auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt. Supraleitende Magnete und eine konstante Temperatur von -271,3 Grad halten die Teilchen auf ihrer rasanten Fahrt in der Kreisbahn. Bis zu einer Milliarde Mal pro Sekunde prallen dann einzelne Protonen aufeinander. Deren elementare Bestandteile, die sogenannten Quarks und Gluonen, erzeugen neue Teilchen und Energie. Die Kollisionen werden durch vier gigantische Detektoren mit unterschiedlichen Zielvorgaben beobachtet und sollen einen Blick auf einen Moment kurz nach der Entstehung des Universums im Urknall ermöglichen.
Brandlöschsystem mit Hochdruck
Einer der vier Detektoren des LHC ist der LHCb (Large Hadron Collider beauty). Mit ihm suchen die Physiker nach Bottom-Quarks und die Anti-Bottom-Quarks, sprich nach bestimmten winzigen Elementarteilchen und ihren Antiteilchen. Das soll zur Klärung der Frage beitragen, weshalb im Universum nur noch Materie existiert und die Antimaterie verschwunden ist. Der LHCb-Detektor ist 21 Meter lang, 13 Meter breit, 10 Meter hoch und wiegt 5600 Tonnen. Er besteht aus mehreren Subdetektoren, unter anderem aus drei grossen Platten (Spurkammern), die gleich nach einem riesigen Magnet hintereinander angeordnet sind. Diese bestehen einerseits aus Siliziumstreifen und andererseits aus mehreren Rohren mit einer Gasmischung aus 70% Argon und 30% Kohlenstoffdioxid.
Um für den Ernstfall eines Brandes gewappnet zu sein, haben sich die Verantwortlichen für eine HI-FOG-Anlage in diesem Bereich entschieden. Über den drei Platten wurden neun HI-FOG-Düsen montiert. Die Pumpe mit 16 Stickstoff-Flaschen wurde am Eingang zur Kaverne, wo sich der Detektor befindet, aufgestellt. Über eine 60 Meter Hochdruckleitung ist sie mit den Düsen verbunden. Im Ernstfall kann das Feuer während 30 Minuten mit dem speziellen Hochdruck-Wassernebel im Keime erstickt werden.
Übrigens, die Securitas Gruppe ist noch anderweitig auf dem CERN-Areal im Einsatz: Securitas-Mitarbeitende sorgen für Zutritts- und Personenkontrollen sowie für die Arealbewachung und Securiton hat eine breite Palette von Brand-, Rauchmelde- und Evakuierungsleitsystemen eingerichtet.
